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Zusammenfassung des Arbeitspapiers zur Entwicklung einer Dokumentation und Ausstellung zum Thema „Migrationsgeschichte der Kurdinnen und Kurden in Deutschland“

Allgemeine Ausgangslage
Von der Begriffsdefinition der Migration ausgehend, welche in vielen Fachbereichen anzutreffen ist, soll die Ausstellung sich mit der Wanderung von Menschen, aus welchem Grund auch immer, beschäftigen.
Unter zahlreichen möglichen Ansatzpunkten haben wir einen Integrationsbegriff ausgewählt, der einen interkulturellen Dialog zwischen den Gesellschaftsgruppen anstrebt. Das Begriffspaar ist fester Bestandteil der Diskussionen auf allen gesellschaftspolitischen Ebenen. Fest steht, dass Integration ohne Wissen um Migrationshintergründe nicht möglich ist. Geschichte ist dabei Basis von Identitätsbildung und –festigung in einer durch die Verschiedenheit von Kultur und Herkunft geprägten Gesellschaft. Nur so kann sichergestellt werden, dass die Erlebnisse und Erfahrungen der Menschen mit Migrationshintergrund in eine gemeinsame, kollektive Erinnerungskultur münden. Dies wiederum ist Voraussetzung für ein auf Respekt und Toleranz basierendes Miteinander.
 
Die Vielseitigkeit der Bevölkerung, was sowohl die Ursachen, wie Arbeitsmigration, Flucht vor Verfolgung und Krieg, Schutzsuche vor Glaubens- oder aber Geschlechtsdiskriminierung als auch die kulturellen Eigenheiten hinsichtlich der einzelnen Migrantengruppen betrifft, steht dabei im Vordergrund.
 
Spezieller Ausgangspunkt
Die Kurden sind eine besonders große und heterogene Migrantengruppe, die die o.g. vielseitigen Aspekte aufweist.
 
Zielgruppen
Menschen anderer ethnischer, religiöser oder kultureller Herkunft sollen mit dem Ziel der Intensivierung des interkulturellen Dialogs und der Stärkung einer pluralistischen Gesellschaft ohne Berührungsängste und Fremdenfeindlichkeit mit dem Migrationshintergrund einer anderen Bevölkerungsgruppe vertraut gemacht werden. Aber auch die Aufklärung und Bildung der eigenen Migrantengruppe, v.a. Kinder und Jugendliche, mit dem Ziel der Identitätsfestigung und Stärkung des Individuums in der Gesellschaft ist äußerst wichtig.
Die inhaltliche Verwirklichung in vollem Umfang nimmt das Ausmaß eines Dokumentationszentrums an und sollte langfristiges Ziel sein.
 
Vorgehensweise
Da es sich um ein sehr umfangreiches Projekt handelt, ist eine professionelle Herangehensweise unerlässlich. Eine exakte Planung und die Nutzung aller zugänglichen Ressourcen sind unabdingbar. Festgelegt werden müssen Umfang, Themenschwerpunkte, Zielgruppe, Austragungsort, Format, Ressourcen, Kooperationspartner und finanzieller Umfang.
 
Eine Recherche von Ausstellungen im ähnlichen Kontext als Vorbilder erscheint sinnvoll. Unabdingbar sind hierbei auch die Ressourcen in der eigenen Community sowie Ausarbeitungen aus Wissenschaft und Forschung. Eine Grundvoraussetzung für die Ausstellung ist die Kenntnis über die Zahl der in Deutschland lebenden Kurdinnen und Kurden Eine entsprechende parlamentarische Anfrage wurde initiiert.
 
Die verschiedenen Ursachen von kurdischer Migration nach Deutschland sind bei den Themenschwerpunkten zu berücksichtigende Aspekte.
 
Wichtig ist zudem die mediale Darbietungsform, in der die Ausstellung präsentiert wird.
Eine Definition der Zielgruppe ist insbesondere bei der Auswahl des Formats und der Sprache wichtig. Hieraus ergeben sich auch neue Kooperationspartner.
Themen bezogene Veranstaltungen geben dem Projekt eine höhere Wertung.

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Unser wissenschaftlicher Beirat:
Prof. Dr. Kariane Westrheim
Prof. Dr. Mithat Sancar
PD Dr. Sefik Tagay
Dr. Nikolas Brauns
Dr. Luqman Turgut

Ankündigung

+++ 01.12 Akademikertreffen in London

+++ 05.-06.12 EUTCC Konferenz im Europaparlament in Brüssel

+++ 15.12 Kurd-Akad Ideenwerkstatt in Bremen