# Zukunftsworkshop Migration

Zukunftsworkshop Migration

Eine Kooperationsveranstaltung der AG Migrations- und Ungleichheitsforschung der Universität Duisburg-Essen und des Netzwerkes kurdischer Akademiker_innen mit Förderung des Interdisziplinären Zentrums für Integrations- und Migrationsforschung der Universität Duisburg-Essen

Wir freuen uns, über unsere erste Kooperationsveranstaltung mit einer Universität berichten zu können. Am 07.10.17 haben wir in Zusammenarbeit mit den genannten Einrichtungen der Universität Duisburg-Essen einen Workshop mit dem Titel „Personen mit kurdischem Migrationshintergrund als Themenfeld der deutschen Migrationsforschung“ durchgeführt.

Vor dem Hintergrund verstärkter Fluchtmigration in den letzten Jahren sowie den besonderen Lebenslagen und Bedarfen der Migrationsbevölkerung mit kurdischem Hintergrund stellt die systematische wissenschaftliche Auseinandersetzung mit diesem Themenkomplex aktuell eine Forschungslücke dar. Dies liegt insbesondere darin begründet, dass die deutschsprachige wissenschaftliche Auseinandersetzung mit Migration und ihren Folgen für Gesellschaft, Pädagogik und Politik lange Zeit von Untersuchungen zur Herkunftsgruppe Türkei und insbesondere der muslimisch-sunnitischen Personengruppen dominiert war; obwohl sich die Migrationsbevölkerung der Bundesrepublik sehr viel heterogener – in  sprachlicher, ethnischer und religiöser Hinsicht –  gestaltet. Insbesondere die Gruppe der Kurd_innen ist dabei vergleichsweise noch deutlich unerforscht.

Gemeinsam mit Experten aus den Geistes- und Gesellschaftswissenschaften von zahlreichen Universitäten und Forschungseinrichtungen haben wir insbesondere über die Schaffung von Aufmerksamkeit für Personen kurdischer Herkunft in der (Migrations-) Forschung und die Erarbeitung von Kooperationen sowie konkreten Forschungsinitiativen in diesem Kontext gesprochen.

Interessante Impulse in den Diskussionen gab es insbesondere durch die Vorträge „Das kurdische Mediensystem – jenseits des Nationalstaates“, „Kurdische Jugendliche in Deutschland zwischen Inklusion und Exklusion“ sowie „Beitrag der kurdischen Frauenbewegung für das Empowerment von kurdischen Frauen in der deutschen Diaspora“.

Wir bedanken uns bei der exzellenten Moderatorin, allen Referent_innen, Teilnehmer_innen sowie unseren Kooperationspartnern der Universität Duisburg-Essen.

Ankündigung

+++ 03.11 Regionaltreffen Westfalen in Dortmund

+++ 06.11 Besuch des Instituts für Diaspora- und Genozidforschung der Ruhruniversität Bochum

+++ 11.+12.11 gesamteuropäisches Vernetzungstreffen kurdischer Institute und Akademikerorganisationen in Bochum

+++ 26.11 Vorstandssitzung in Köln