Netzwerktreffen

Netzwerktreffen kurdischer Institute und Akademikerorganisationen

Am 11. und 12. November 2017 haben wir ein europäisches Vernetzungstreffen kurdischer Institute und Akademikerorganisationen durchgeführt.

Die Vorstellungsrunde hat bereits zu Beginn der Versammlung die vielfältigen Professionen und Kompetenzen der teilnehmenden Organisationen und Personen hervorgehoben, die es zu vereinen gilt.

Die Evaluation der akademischen Arbeiten zu Kurden und Kurdistan in Europa und die Anforderungen an die Wissenschaft und Forschung standen im Fokus des ersten Tages. Nach einem kritischen Einstieg in die Thematik durch ein Kurd-Akad Mitglied folgte ein Impulsreferat des kurdischen Institutes Deutschland zum Thema "Kurdische Institute in Europa - ist der Name auch Programm?". Über die Entwicklung der wissenschaftlichen Publikationslandschaft sprach ein Vertreter der österreichischen Gesellschaft zur Förderung der Kurdologie. Das kurdische Institut Stockholm und der Verband der Lehrer aus Kurdistan beleuchteten die verschiedenen Facetten zum Thema "Bildungsauftrag akademischer Einrichtungen". Eine Vertreterin vom Verein für Demokratie und internationales Recht sprach zum Rechtsstatus der Kurden im Kontext von Menschenrechten und Völkerrecht. Ein Wissenschaftler für Frieden informierte über die akademische Abwanderung aus der Türkei und deren Folgen.
Sämtliche Impulsreferate benannten wesentliche Schwachstellen und gaben zukunftsweisende Impulse. Besonders spannend war der letzte Abschnitt des ersten Tages. Hier diskutierten wir anhand des Impulsvortrages der Internationalen Initiative Freiheit für Öcalan - Frieden in Kurdistan über die Bandbreite an Forschungsansätzen und die Notwendigkeit sozialwissenschaftlicher Analysen, insbesondere unter dem Aspekt alternativer Ansätze.

Der zweite Tag widmete sich zunächst den Perspektiven für eine Institutionalisierung. In Anlehnung an das entsprechende Impulsreferat von Kurd-Akad wurden Optionen für die Etablierung kurdischer Studien an Universitäten erörtert. Anschließend widmeten sich die TeilnehmerInnen dem wichtigen Thema der Vernetzung. Hier gab die Gesellschaft ezidischer AkademikerInnen mit ihrem Impulsvortrag wichtige Impulse. 

Die Teilnehmerinnen/teilnehmenden Organisationen sind sich einig: Das Netzwerktreffen ist ein wichtiger Schritt, um die vielfältigen Professionen und Kompetenzen zu bündeln und auf diese Weise Synergieeffekte für die kurdischen Akademikerorganisationen und Institute sowie die kurdische Community in Europa und Kurdistan zu generieren. Die TeilnehmerInnen/teilnehmenden Organisationen kommen überein, dass diese Vernetzungsarbeit fortgesetzt und intensiviert werden muss. Kurd-Akad hat bereits eine Einladung für 2019 ausgesprochen.

Kurd-Akad
 

Ankündigung

+++ 13.07 Regionaltreffen Frankfurt a.M.
+++ 24.07 Regionaltreffen Essen
+++ 12.08 Regionaltreffen Bremen
+++ 18.08 Vorstandssitzung Köln