# Afrin 2018

Afrin 2018

Erklärung zu den Angriffen der Türkei auf Afrin

Während der sog. Islamische Staat im Mittleren Osten mit Hilfe der kurdischen Einheiten der YPG/YPJ weitgehend zerschlagen ist, wird durch den völkerrechtswidrigen Angriff des türkischen Militärs auf den Kanton Afrin in Nordsyrien ein neuer, umfangreicher Krisenherd in der Region geschaffen.


In Afrin, einer der Kantone der Demokratischen Föderation Nordsyrien, leben die Ethnien, Glaubensgemeinschaften und Kulturen demokratisch, ökologisch und gendergerechten Prinzipien gemäß friedlich miteinander. Der Angriff der Türkei richtet sich gegen diese fortschrittlichen Errungenschaften der Völker, welche als Vorbild für die von ethnisch und konfessionell konnotierten Konfliktlinien geprägte Region des Mittleren Ostens fungieren. Diese Angriffe stärken das Assad-Regime und bergen zudem die Gefahr, dass islamistische Gesinnung wieder an Boden gewinnt.

Afrin war und ist Rettungsanker für hunderttausende syrische Binnenflüchtlinge. Ebbte die Flüchtlingswelle aus der Region des Mittleren Ostens gerade etwas ab, so wird sie mit den Angriffen auf Nordsyrien erneut angetrieben.

Heikel ist auch, dass deutsche Panzer in diesem kriegstreibenden Angriff der türkischen Regierung nachweislich beteiligt sind.

Die Region braucht keine neuen Kriege, sondern eine Stärkung demokratischer Strukturen wie sie in Afrin aufgebaut wurden und werden.

Wir verurteilen die Angriffe auf Afrin und solidarisieren uns mit den Menschen, die in der Region für Frieden, Freiheit und Demokratie kämpfen.

Kurd-Akad

Ankündigung

+++ 19.05 Regionaltreffen Hamburg

+++ 31.05 Vorstandssitzung / Friedberg

+++ 01.06 Regionaltreffen Westfalen / Bochum

+++ 09.06 Konferenz der Kurdistan-stämmigen Juristen in Europa / Köln