{"id":2274,"date":"2022-08-17T22:12:27","date_gmt":"2022-08-17T20:12:27","guid":{"rendered":"https:\/\/kurd-akad.com\/?page_id=2274"},"modified":"2022-08-17T22:12:29","modified_gmt":"2022-08-17T20:12:29","slug":"sommerinterview-reihe","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/kurd-akad.com\/?page_id=2274","title":{"rendered":"Sommerinterview-Reihe"},"content":{"rendered":"\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\"><p><strong>Kurdistan Aktuell\u00a0<\/strong><\/p><\/blockquote>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Hitze des Sommers ist auch auf die politische Lage rund um Kurdistan zu \u00fcbertragen. Es droht eine dritte t\u00fcrkische Besatzung in Rojava \/ Nordsyrien, die t\u00fcrkische Armee versucht, ihren Wirkradius auch in der Kurdistan Region des Irak weiter auszubauen und die Repressionen gegen Oppositionelle in der T\u00fcrkei, allen voran gegen die HDP , haben exorbitant zugenommen. Diese Kriege und Konflikte affektieren nicht nur KurdInnen. So sind zum Beispiel auch Glaubensgemeinschaften wie AlevitInnen, ChristInnen und EzidInnen existentiell bedroht. In unserer Sommerinterview-Reihe &#8218;Kurdistan Aktuell&#8216; m\u00f6chten wir gemeinsam mit ExpertInnen die Geschehnisse rund um Kurdistan diskutieren.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Interviews werden in Form von Live-Talks auf unserem Instagram Kanal gef\u00fchrt. Sie sind auf unseren Social media Kan\u00e4len Facebook, Instagram und Twitter abzurufen. Zudem transkribieren wir die Interviews. Diese werden zun\u00e4chst einzeln, sp\u00e4ter als PDF Brosch\u00fcre ver\u00f6ffentlicht.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das erste Interview fand am 3. August 2022 statt. Am 03.08.2014 fiel der Islamische Staat in \u015eengal ein, der Genozid an den EzidInnen begann. \u00dcber die Lage der EzidInnen und die Situation in \u015eengal haben wir mit Y\u0131lmaz P\u00ea\u015fkevin Kaba, Moderator bei \u00c7ira TV gesprochen.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Einf\u00fchrungsfragen<\/strong>,&nbsp;die&nbsp;nur&nbsp;mit&nbsp;Ja\/Nein&nbsp;zu&nbsp;beantworten&nbsp;sind<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">&#8211;&nbsp;Ist&nbsp;die&nbsp;Existenz&nbsp;der&nbsp;Eziden&nbsp;im&nbsp;Mittleren&nbsp;Osten&nbsp;gesichert? Nein<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">&#8211;&nbsp;Braucht&nbsp;\u015eengal&nbsp;einen&nbsp;autonomen&nbsp;Status? Ja<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">&#8211; Ist die Autonome Administration von Nord- und Ostsyrien, abgesehen von der t\u00fcrkischen Okkupation, ein sicherer Hafen f\u00fcr EzidInnen? Ja<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">&#8211; Reicht die Anerkennung des Ezidengenozids auf Parlamentsebene in Deutschland aus? Nein<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">&#8211;&nbsp;Muss&nbsp;der&nbsp;Internationale&nbsp;Strafgerichtshof&nbsp;t\u00e4tig&nbsp;werden? Ja<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Wie sieht es derzeit f\u00fcr EzidInnen im Mittleren Osten, insbesondere in \u015eengal aus?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Vielen Dank f\u00fcr die Einladung und die einf\u00fchrenden Worte. Ich bin der Einladung gern gefolgt,&nbsp;weil ich seit vielen Jahren die Arbeit von Kurd-Akad verfolge und sie auch sehr sch\u00e4tze. Sehr effektive und nachhaltige Arbeit, vor allem auch f\u00fcr die Aufkl\u00e4rung und die \u00d6ffentlichkeitsarbeit. Ich konnte leider nur mit ja und nein antworten, ich h\u00e4tte nat\u00fcrlich gerne mehr zu den Fragen erz\u00e4hlt, aber ich komme ja noch im Laufe des gespr\u00e4chs dazu.&nbsp; Zu den EzidInnen im Nahen Osten bzw. Mittleren Osten und nat\u00fcrlich auch in den Gebieten, in denen Sie haupts\u00e4chlich leben, kann man klar und deutlich sagen,&nbsp; die Existenz ist alles andere als sicher, ganz im Gegenteil. Wenn man die aktuellen Ereignisse der letzten 8 Jahre, also heute zum Jahrestag auch nochmal verfolgt, gerade weil dieser Zeitraum auch vielen vor Augen ist, kann man klar und deutlich sagen, das sich f\u00fcr die Sicherheit der EzidInnen nicht viel getan hat. Ganz im Gegenteil mit dem Angriff von 2014 geht man davon aus, dass soviel \u00d6ffentlichkeit geschaffen wurde durch diesen Angriff, durch diesen V\u00f6lkermord,&nbsp; dass sich die Internationale Staatengemeinschaft noch intensiver einsetzt f\u00fcr die Sicherheit, dass sich auch die Regionalen Staaten f\u00fcr die EzidInnen einsetzen, aber dem ist nicht so, ganz im Gegenteil. Die Angriffe des t\u00fcrkischen Staates, die Drohnen gegen Pers\u00f6nlichkeiten, die daf\u00fcr sorgen, dass die EzidInnen weiter dort leben und sich sch\u00fctzen k\u00f6nnen, dass sie dort etwas aufbauen trotz Genozid. Das f\u00fchrt dazu, dass die Organisierung der EzidInnen geschw\u00e4cht wird,&nbsp; und oft f\u00fchrt es dazu, dass die EzidInnen nicht in ihre Region zur\u00fcckkehren k\u00f6nnen und immer wieder Ziel islamistischer und jihadistischer Gruppen werden, die sich durch die Angriffe des t\u00fcrkischen Staates befl\u00fcgelt und motiviert f\u00fchlen, nochmal die EzidInnen anzugreifen und zu vollenden, was der Islamische Staat 2014 durchgef\u00fchrt, aber nicht vollendet hat.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Warum&nbsp;ist&nbsp;ein&nbsp;autonomer&nbsp;Status&nbsp;f\u00fcr&nbsp;\u015eengal essentiell?&nbsp;<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Absolut wichtig, gar keine Frage. Also die Erfahrungen aus den vergangenen Jahrzehnten haben einfach gezeigt, dass die EzidInnen, wenn sie sich auf die regionalen oder auch zentralen Regierungen, z.B. jetzt in dem Fall Zentralregierung Irak oder Regionalregierung, auf den Barzani Clan verlassen, sind sie verlassen, im wahrsten Sinne des Wortes. Gerade heute haben auch viele \u00fcber die sozialen Netzwerke die Videos und die Fotos geteilt, wie die Peshmerga Einheiten des Barzani Clans die EzidInnen im Stich gelassen haben. Sie sind regelrecht am hellichten Tag weggelaufen und haben zudem die EzidInnen, die \u015eengal einigerma\u00dfen verteidigen konnten, entwaffnet. Auch die Jahre nach den Genozid, nach dem V\u00f6lkermord haben gezeigt, dass die politischen Absichten und die Eigeninteressen wichtiger sind als Menschenleben, vor allem wichtiger als die Existenz der EzidInnen. Deswegen ist die Autonomie f\u00fcr die EzidInnen absolut erforderlich und vor allem die einzige M\u00f6glichkeit, die Existenz der EzidInnen zu gew\u00e4hrleisten. Und sie sind ja dabei die EzidInnen, sie bauen sich etwas auf. Es ist ja nicht so, dass sie von Null anfangen m\u00fcssen, sondern sie sind mittendrin im Aufbau der Selbstverwaltung. Sie haben Selbstverteidigungseinheiten,&nbsp;Frauenverteidigunseinheiten, die dort den Widerstand leisten, die auch ma\u00dfgeblich im Kampf gegen den Islamischen Staat mit aktiv waren an forderster Front. Das muss international und auch regional unterst\u00fctzt werden. Die EzidInnen brauchen ihre eigene Verwaltung und die Autonomie innerhalb der Staatsgrenzen des Iraks. Damit haben die EzidInnen kein Problem. Die Verfassung des Irak gibt dies auch her.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Der Petitionsausschuss des deutschen Bundestags hat dem Parlament die Anerkennung des Ezidengenozids empfohlen? Das Parlament wird im September endg\u00fcltig abstimmen. Was bedeutet dies? Welche Konsequenzen ergeben sich daraus f\u00fcr die Bundesregierung?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ein wichtiger Aspekt, vor allem mit der Tatsache, mit der Realit\u00e4t, dass andere Staaten den Genozid relativ schnell als solchen anerkannt haben. Das ist selbstverst\u00e4ndlich sehr zu begr\u00fc\u00dfen. Deutschland hat sich damit schwer getan, die Bundesrepublik, die Bundesregierung. Es gibt definitiv viele Gr\u00fcnde daf\u00fcr, auch politische Gr\u00fcnde. Die Anerkennung ist ohne Frage ein wichtiger Aspekt. Das unterst\u00fctzen wir auch, das haben wir auch von Anfang an unterst\u00fctzt, als die ezidische Community, die ezidische Gesellschaft, ezidische Organisationen, die auch bundesweit aktiv sind, sei es die Jugendorganisationen, die Frauenorganisationen, unsere kurdischen Geschwister haben das unterst\u00fctzt. All diejenigen, die gesagt haben, wir unterst\u00fctzen das, haben auch Unterschriften gesammelt. Aber diese Anerkennung alleine hat irgendwie nur einen Symbolcharakter. Wir brauchen keine Symbolpolitik. Wir brauchen klar und deutlich Taten. Was ich auch schon zu Beginn gesagt habe, die Gefahr, dass die EzidInnen auf der einen Seite wieder angegriffen werden milit\u00e4risch und politisch und auf der anderen Seite die Fortf\u00fchrung des Genozids, der sog. wei\u00dfe Genozid, d.h. die EzidInnen, die ihre Heimat verlassen haben, die hier in Europa verteilt sind. Die EzidInnen brauchen die N\u00e4he zueinander, sie brauchen die Community, sie sind voneinander abh\u00e4ngig. Deswegen m\u00fcssen dieser Anerkennung durch die Bundesregierung, die ja stattfindet, die ja nach der Sommerpause stattfindet, davon gehen wir sehr stark aus, m\u00fcssen nat\u00fcrlich auch Taten folgen und Forderungen gestellt werden. Hier ist ganz wichtig, dass die FreundInnen der EzidInnen, aber vor allem die ezidischen Organisationen, egal&nbsp;welcher politischen, philosophischen oder ideologischen Ausrichtung, zusammenkommen und sich klare Gedanken machen, was sind unsere Forderungen. Hier geht es um die EzidInnen, das Ezidentum, die Existenz von \u015eengal, die eventuelle R\u00fcckkehr der EzidInnen, die nach Sengal zur\u00fcck m\u00f6chten. Die Gefl\u00fcchtetencamps zum Beispiel, dass sie aufgel\u00f6st werden, dass die Menschen zur\u00fcckkehren k\u00f6nnen. Denn das Leben in diesen Camps ist menschenverachtend. Es hat \u00fcberhaupt nichts mehr mit irgendwie Solidarit\u00e4t oder humanit\u00e4rer Hilfe zu tun. Ganz im Gegenteil, das ist ein Armutszeugnis f\u00fcr die gesamte Menschheit, wenn man die Menschen sieht, wie sie dort leben. Also das hei\u00dft im Gro\u00dfen und Ganzen der Anerkennung des Genozid, des V\u00f6lkermord als solchen klar und deutlich auch Taten folgen wie z.B. die Aufarbeitung des Genozids, die Bestrafung der T\u00e4ter, auch der Hinterm\u00e4nner und vor allem dann auch Wiederaufbau von \u015eengal, Infrastruktur und nat\u00fcrlich hier in Deutschland ben\u00f6tigen wir dringend, dringender denn je die Anerkennung der EzidInnen als eigenst\u00e4ndige Glaubensgemeinschaft, als K\u00f6rperschaft des \u00f6ffentlichen Rechts und auch die Anerkennung der Muttersprache. Die Muttersprache Kurdisch, Kurmanci sprechen alle zu 99%. Die Muttersprache Kurdisch muss hier in Deutschland Anerkennung finden, weil sie ist ein wichtiger Bestandteil der Kultur der EzidInnen ist. Um diese Kultur zu sch\u00fctzen und zu verteidigen und auch ihnen die M\u00f6glichkeit der Existenz zu geben, werden wir auch weiterhin daran arbeiten.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Warum greift die internationale Gerichtsbarkeit nicht? Welchen Einfluss haben Staaten wie die T\u00fcrkei und Staatengemeinschaften wie die EU oder B\u00fcndnisse wie die NATO? In \u015eengal wurde ein Krankenhaus durch die T\u00fcrkei zerst\u00f6rt, Totenstille. Der Angriff auf das Touristengebiet in Zakho schafft es auf die Agenda des UN-Sicherheitsrates, wenn auch weitgehend ohne den T\u00e4ter beim Namen zu nennen. Wie ist das zu bewerten?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">So wie es unseren kurdischen Geschwistern geht, so geht es auch den EzidInnen. Wenn sie eine gewisse politische Ausrichtung haben, wenn sie eine politische Ideologie haben. Die EzidInnen fordern Autonomie innerhalb des Irak. Dies sind alles so Aspekte, wo die Internationale Staatengemeinschaft nicht mit kann oder nicht mit will, weil sie Interessen vertreten. Und weil sie ganz genau wissen, wenn es zu einer Aufarbeitung des Genozids, des V\u00f6lkermords kommt, muss ein Staat wie die T\u00fcrkei auch ganz klar ganz oben stehen als Mitunterst\u00fctzer des IS oder zumindest diejenigen, die es m\u00f6glich gemacht haben, dass viele S\u00f6ldner des IS ohne Probleme \u00fcber die T\u00fcrkei in die Region Irak und Syrien reisen konnten. Oder dass zum Beispiel auch andere Staaten, Katar, Saudi-Arabien, das sind alles wirtschaftliche Partner von Staaten wie z.B. Deutschland etc. Da werden viele Fragen aufkommen, da werden viele Themen aufkommen, die die Staaten eben nicht haben m\u00f6chten. Obwohl die EzidInnen auch eine starke Community haben und in vielen Hinsichten hier z.B. in Deutschland der Sprache m\u00e4chtig sind, wir haben hier sehr viele Anw\u00e4lte, wir haben hier sehr viele AktivistInnen, viele FreundInnen, die uns unterst\u00fctzen. Das Thema war im Bundestag, im Petitionsausschuss, im Ausschuss f\u00fcr Menschenrechte und humanit\u00e4re Hilfe. Jedoch ist da noch viel zu tun. Klar und deutlich, die EzidInnen werden hier nichts geschenkt bekommen. Sie m\u00fcssen f\u00fcr all die Bereiche, die sie gerne haben m\u00f6chten, k\u00e4mpfen. Dass die T\u00e4ter des Genozids, dass die Hinterm\u00e4nner des Genozids, die entsprechende Strafbarkeit auf internationaler Ebene bekommen, das ist noch ein harter Kampf. Da werden auch viele dagegen halten, damit es nicht zu dieser Aufarbeitung kommt, damit nicht Themen aufkommen, wo sie Probleme mit bekommen. Die T\u00fcrkei ist ja nicht irgendwer, sie ist NATO-Mitglied, EU-Beitrittskandidat und solche Themen will die internationale Staatengemeinschaft gerade jetzt w\u00e4hrend der Konflikte zwischen der Ukraine und Russland nicht haben, dass eben ein NATO-Mitglied Blut an den H\u00e4nden hat. Das ist die T\u00fcrkei in diesem Fall, Saudi-Arabien als wirtschaftlicher Partner oder Katar.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Abschlussfragen<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>\u015eengal&nbsp;ist&nbsp;f\u00fcr&nbsp;die&nbsp;gesamte&nbsp;Region&nbsp;ein&nbsp;Abbild<\/strong>\u2026 weil sie trotz des V\u00f6lkermords, den Mut gefasst haben, sich selbst zu verwalten, sich selbst zu sch\u00fctzen und nicht aufgegeben haben und eine Motivation f\u00fcr diejenigen sind, die heute noch um ihr Leben bangen m\u00fcssen. Und vor allem weil sie es geschafft haben, sich kurz nach Beginn des Genozids so organisiert zu haben, dass sie den gro\u00dfen Schrecken Islamischer Staat milit\u00e4risch mit besiegt haben.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Die&nbsp;Aufarbeitung&nbsp;des&nbsp;Genozids&nbsp;beinhaltet<\/strong>\u2026 unter anderem eine aufrichtige und ehrliche Aufarbeitung, wie ich auch schon anfangs gesagt habe. Hier m\u00fcssen nicht nur die T\u00e4ter, sondern auch die Hinterm\u00e4nner genannt werden, die Staaten, die mitverantwortlich sind. Es ist extrem wichtig, weil die EzidInnen vor dem 2. auf den 3. August 2014 die internationale Staatengemeinschaft darauf aufmerksam gemacht haben, es k\u00f6nnte zu einem Genozid kommen, wozu es auch gekommen ist. Das heisst auch diese Verantwortung muss aufgearbeitet werden, damit es in Zukunft nicht wieder zu milit\u00e4rischen Angriffen auf die ezidische Glaubensgemeinschaft kommt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Die&nbsp;internationale&nbsp;Staatengemeinschaft&nbsp;muss<\/strong>\u2026 in dem Fall klar und deutlich im Sinne der Menschen, im Sinne des Existenzschutzes f\u00fcr die EzidInnen, die EzidInnen in ihren Forderungen und Belangen unterst\u00fctzen und vor allem m\u00fcssen sie die EzidInnen auf gleicher Augenh\u00f6he wahrnehmen und nicht zulassen, dass weder die Zentralregierung noch die Regionalregierung als Ansprechpartner genommen werden. Denn die EzidInnen f\u00fchlen sich nicht vertreten weder von der Zentralregierung noch von der Regionalregierung. Das hei\u00dft die internationale Staatengemeinschaft hat die Verantwortung, \u015eengal als Autonomie anzuerkennen und vor allem die Verteidigungseinheiten als solche der EzidInnen anzuerkennen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Die&nbsp;Zukunft&nbsp;der&nbsp;EzidInnen<\/strong>\u2026 ist, wenn die EzidInnen gelassen werden zu vollbringen, was sie da aufbauen in \u015eengal. Sie sind auf einem gutem Weg. Das muss unterst\u00fctzt werden, nicht nur auf staatlicher Ebene, sondern auch wir hier in dem Live Talk und die, die auf die Stra\u00dfe gehen. All diejenigen m\u00fcssen im Sinne der Mit- und Zwischenmenschlichkeit und vor allem auch in der Verantwortung die EzidInnen unterst\u00fctzen, damit sie auch ihren Vorhaben und ihren Forderungen nachkommen k\u00f6nnen.&nbsp;&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Kurdistan Aktuell\u00a0 Die Hitze des Sommers ist auch auf die politische Lage rund um Kurdistan zu \u00fcbertragen. 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